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  DEMOGRAFIE  
   
  Die demografischen Entwicklungen der nächsten Jahre werden in Deutschland einen erheblichen proportionalen Anstieg der Anzahl alter und hochaltriger Menschen bewirken. Während im Jahr 2001 3,9% der Bevölkerung über 80 Jahre alt war, werden es 2050 12% sein. Zwei Drittel der Bevölkerung im Ruhestand leben bereits heute in einem Einpersonenhaushalt, Tendenz steigend.

Parallel verändern sich gesellschaftliche und familiäre Strukturen. Das Leistungspotential privater Netzwerke sinkt aufgrund abnehmender Kinderzahlen und Reduktion familiär-verwandtschaftlicher Beziehungen zunehmend.

Fachprognosen zeigen, dass es immer mehr ältere Menschen geben wird, die immer länger in kein tragfähiges, nahräumliches Netzwerk privater Kontakte eingebunden sind.

Der wesentliche Einfluss sozialer Faktoren auf menschliche Gesundheit ist medizinisch und sozialwissenschaftlich erwiesen. Die Existenz sozialer Kontakte zu anderen Menschen fördert emotionale Stabilität, Aktivität sowie Gefühle von Selbstwert und Zugehörigkeit.

Neben der Ausdünnung privat-informeller Netzwerke wird die Soziale Integration alter Menschen durch die gegensätzlichen Tendenzen gesellschaftlich steigender Mobilitätsansprüche und der zunehmenden Begrenztheit räumlicher Aktionsradien im Alter gefährdet. Kommt Hilfs- und Pflegebedürftigkeit hinzu, droht soziale Isolation.

Soziale Isolation bewirkt den Verlust alltagspraktischer Fähigkeiten und forciert Hilfs- und Pflegebedürftigkeit.

Soziale Isolation bewirkt eine verfrühte Einweisung alter Menschen in stationäre Einrichtungen der Altenhilfe und belastet das zunehmend instabile Gesundheits- und Versorgungssystem zusätzlich.

   
 

 

    Alter                1910                                     1995                                       2040

                     

                   Männer  Frauen                    Männer  Frauen                    Männer  Frauen

                          64,9 Mio.                               81,8 Mio.                           68,8 Mio.

                         Einwohner                            Einwohner                        Einwohner        

 

Deutsche Demografie 1910-2040 (Statistisches Bundesamt, 2003)

 
  Der Ehrenamtliche Besuchsdienst Wuppertal trägt bei zur  
  • Vermeidung sozialer Isolation von immobilen älteren/kranken Menschen ohne private Sozialkontakte durch regelmäßige Besuchskontakte ehrenamtlicher Mitarbeiter
  • Stärkung der Handlungskompetenz älterer/kranker Menschen durch individuelle Fachberatung
  • Synergie von bürgerschaftlichem Engagement und Profession durch gezielte und konzeptionell begründete Zusammenarbeit

Folge: Prävention von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit und Entlastung des Versorgungssystems

 

 

 
     
 
   
JEDER MENSCH BRAUCHT KONTAKTE
       
Ein Förderprojekt der  

Stadtverwaltung Wuppertal, Ressort Soziales,

unter der Trägerschaft des  

       
Stipendiat der B U N D E S I N I T I A T I V E   D E R   W I R T S C H A F T   zur Förderung sozialer Ideen und Projekte im Jahr 2006