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soziale Isolation meist als quantifizierbare Aussage über das
Ausmaß der Sozialkontakte eines Menschen gesehen wird, bezeichnet
Einsamkeit das subjektive Empfinden mangelnder Sozialkontakte.
In keiner anderen Lebensphase
verbringen Menschen so viel Zeit alleine, wie im Alter. Alleinsein
wird dann problematisch, wenn z. B. aufgrund von Immobilität oder
Hilfsbedürftigkeit die Wahlfreiheit zwischen Rückzug und sozialer
Integration fehlt. Ist die Diskrepanz zwischen gegebenem sozialen
Beziehungsnetzwerk und individuellen sozialen Wünschen nach
Kontakt und Integration groß, fördert dies Passivität,
Unzufriedenheit, depressive und apathische Symptome und geht zu
Lasten der physischen und psychischen Gesundheit.
Soziale Isolation fördert den
Verlust alltagspraktischer Fähigkeiten und forciert Hilfs- und
Pflegebedürftigkeit.
Der Ehrenamtliche Besuchsdienst ermöglicht älteren
und kranken Menschen durch Besuche der ehrenamtlichen Mitarbeiter
regelmäßige Außenkontakte. Fachliche Begleitung der
Besuchsdienste, gezielte professionelle Beratung und
bedarfsorientierte Einbindung komplementärer Fachdienste stärken
die Handlungskompetenz der Besuchten, wirken sich positiv auf
Prävalenz und Eintritt von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit aus und
leisten einen Beitrag zur Entlastung des Versorgungssystems.
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